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Passage 2

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Passage 2

Leipzig,  24. September–16. Oktober 2016

KünstlerInnen: Thibault Brunet, Marc Desgrandchamps, Stefan Fischer, Margret Hoppe, Tamami Iinuma, Karim Kal, Oliver Kossack, Aurélie Pétrel, Laurent Proux, Andreas Schulze, Mengzhi Zheng

Kuratiert von: Ilina Koralova (Leipzig) & Isabelle Bertolotti (Lyon)

 

Nach der erfolgreichen Durchführung des ersten Teils der PASSAGE-Ausstellung mit KünstlerInnen aus Leipzig und Lyon in Lyon (La Capitainerie, Collateral Event der Lyon-Biennale, September 2015) findet die Fortsetzung des Projekts in September 2016 in Leipzig statt. Das Projekt beruht auf den kulturellen Beziehungen der Partnerstädte Leipzig und Lyon und strebt eine weitere Intensivierung des kulturellen und künstlerischen Austausches an.

PASSAGE deutet auf einen Prozess der Grenzüberschreitung hin, der nicht nur physikalisch, sondern auch symbolisch – auf der Ebene des Kunstwerks stattfindet. Feste Begriffe der Malerei, Fotografie und Skulptur werden herausgefordert, Elemente unterschiedlicher Kunstgattungen werden für das eigene Kunstwerk angeeignet und dabei neu definiert. Viele Arbeiten reagieren auf die konkrete Umgebung, in der sie sich momentan befinden, um sich später einem anderen (Ausstellungs-)Ort anzupassen und sich von neuen Impulsen beeinflussen zu lassen. Was auf den ersten Blick eher wie eine Begleiterscheinung wirkt, ist allerdings die Konsequenz eines Lebens, das durch ständige Ortswechsel bzw. durch eine freiwillige Migration bestimmt ist.

PASSAGE verweist allerdings nicht nur auf eine Bewegung, sondern auch auf einen in den Kunstwerken „gefangenen“ Moment des Übergangs zwischen zwei Punkten oder Zuständen. Oft suggeriert dieser Moment auch eine gewisse Instabilität und Unsicherheit, in welche Richtung es weitergehen soll. Mithilfe unterschiedlicher künstlerischer Medien – Fotografie, Installation, Malerei, Video – versuchen die TeilnehmerInnen die Situation zu reflektieren und zu analysieren. Die Analyse entwickelt sich „von innen heraus“, das heißt: indem die KünstlerInnen sich mit den einzelnen Bestandteilen und Aspekten der von ihnen geschaffenen Objekte beschäftigen, mit ihnen experimentieren und sie neu einsetzen, kommentieren sie Phänomene, die über das Kunstwerk und seine formalen und ästhetischen Eigenschaften sowie über die Grenzen des Ausstellungsraums hinausgehen. So setzt sich das Projekt mit Phänomenen auseinander, die unseren Alltag stark prägen: die Umstrukturierung (Neustrukturierung) zeitgenössischer Gesellschaften, der damit verbundene Zusammenbruch traditioneller Beziehungen, aber auch das gleichzeitige Entstehen neuer sozialer Konstellationen von Personengruppen, die bis dato keinen Bezug zueinander hatten; die Öffnung politischer, ökonomischer und kultureller Systeme sowie die parallel verlaufende Entwicklung von Widerstand und Abgrenzung gegen Fremdeinflüsse; die Wechselbeziehungen zwischen den Kulturen.

Was die eingeladenen KünstlerInnen verbindet und deren künstlerische Arbeitsweise beeinflusst, ist das Bewusstsein, selbst Teil eines (künstlerischen, sozialen, ökonomischen) Systems zu sein. Mit ihren Werken thematisieren sie ihre eigene soziale und künstlerische Position innerhalb des Umfelds und der Gesellschaft, in welcher sie selber leben und arbeiten und welche stets in Bewegung bleiben.

 
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Reihe 1:
Andreas Schulze, Ohne Titel, 2015
Reihe 2:
Andreas Schulze, Ohne Titel, 2015
Reihe 3:
Andreas Schulze, Ohne Titel, 2015
Reihe 4:
Andreas Schulze, Ohne Titel, 2015
Reihe 5:
Andreas Schulze, Ohne Titel, 2015
Reihe 6:
Andreas Schulze, Ohne Titel, 2015